Venen:

Sind jene Blutgefäße die das sauerstoffarme Blut wieder zum Herz zurück transportieren.
Durch familiäre Neigung, sowie stehende oder sitzende berufliche Tätigkeit kommt es zur Entstehung von Krampfadern.
Symptome: sichtbare erweiterte Venen am Bein (von kleinen Besenreisern bis zu fingerdicken Vene möglich), schwere Beine, geschwollene Beine, Schmerzen, offene Geschwüre,...

Diagnostik:

Klinische Untersuchung durch den Gefäßspezialisten,
Venenultraschall,
Venendruckmessung
Die Phlebographie (Venenröntgen mit Kontrastmittel) wird nur mehr in wenigen Ausnahmefällen benötigt

Therapie:
Muß individuell an den Patienten und das Erkrankungsstadium angepasst werden.
Verödungstherapie (in der Ordination)
Die Verödungstherapie stellt eine erprobte und bewährte Therapieform bei Krampfadern dar. Die Therapie ist für den Patienten nahezu schmerzlos. Es wird mit einer hauchdünnen Nadel ein Medikament in die Krampfader gespritzt, wodurch eine starke Schädigung der Venenwand erreicht wird. Durch die sofortige Kompressionstherapie mittels Strumpf für 1 – 3 Tage (je nach Venendicke) wird ein verkleben der Vene erreicht. Die Krampfader wird dadurch nicht mehr von Blut durchflossen und ist nicht mehr sichtbar.

Leider sind nicht alle Krampfadern für eine Verödungstherapie geeignet. Besteht ein Schaden an den Mündungsklappen der oberflächlichen Hauptvenen am Bein, so kommt es zu derartigen hohen Druck in den Krampfadern, dass die Verödungstherapie alleine nicht dauerhaft erfolgreich ist. In diesem Fall ist eine Kombination mit anderen Verfahren oder ein alleiniges operatives Verfahren erforderlich.

Flüssigverödung oder Schaumverödung?

Die Schaumverödung wird im Gegensatz zur Flüssigverödung ausschließlich unter Ultraschallsicht durchgeführt, wobei ein Verödungsschaum eine intensivere Wirkung in der Krampfader bewirkt und deshalb auch kaliberstarke Venen erfolgreich verödet werden können.

Für eine erfolgreich Verödung sind je nach Ausmaß der Krampfadern und Besenreiser oft mehrere Sitzungen erforderlich. Ausschlaggebend für die Anzahl der Sitzungen ist die Menge an Verödungsmittel die dafür benötigt wird, da pro Behandlung eine gewisse Menge an Verödungsmittel nicht überschritten werden darf.

Sofort nach Beendigung einer Verödungsbehandlung muss der Patient ca. 30 min lange mit Kompressionsstrumpf gehen. Diese Bewegung ist für den Behandlungserfolg sehr wichtig und muss unbedingt unmittelbar vor Ort erfolgen!

Minimal invasive Krampfadernchirurgie (M.I.K.)

Venenoperationen in örtlicher Betäubung (in der Ordination)

Mittels der M.I.K. können ambulant ein Krampfadernleiden der Stammvenen oder Rezidivkrampfadern schmerzfrei und ohne Krankenstand behandelt werden.
Durch gezieltes chirurgisches Ausschalten des Refluxes (Rückfluss des Blutes) bei kaputten Mündungsklappen, kann ultraschallunterstützt mit extrem kleinen Zugängen operiert werden und so die Ursache für die Krampfadern beseitigt werden. Die anschließende Verödungstherapie verklebt die verbleibenden Krampfadern und macht sie unsichtbar.

Lasertherapie

Die Lasertherapie ist die modernste und zugleich schonendste Methode der radikalen Krampfaderntherapie und wird seit ca. 10 Jahren eingesetzt.
In meiner Ordination wird diese Operation grundsätzlich in örtlicher Betäubung durchgeführt, womit das nicht unerherbliche Narkoserisiko wegfällt und der Patient bis auf einige Nadelstiche zum einbringen der Betäubungslösung völlig schmerzfrei ist.
Mit einem winzigen Schnitt in der Leiste oder Kniekehle wird die kaputte Venenklappe, die für die Krampfadern verantwortlich ist ausgeschaltet. Im Anschluss daran wird die Hauptkrampfader mit dem Laser auf ihrer gesamten Länge verschlossen. Die Seitenäste der Hauptkrampfader bilden sich daraufhin unter Kompression mittels Strumpf zum Teil von selbst wieder zurück oder werden nach einigen Wochen verödet.
Die Patienten benötigen prinzipiell keinen Krankenstand, lediglich das Heben schwerer Lasten sollte eine Woche lang vermieden werden.

Da die Pflichtversicherungen diese Operation derzeit noch nicht ersetzen, benötigt der Patient entweder eine Zusatzversicherung oder er muss die Kosten selbst tragen.

Radikaloperation mit Venenstripping in Narkose (im Krankenhaus)

Die Strippingoperation in Narkose oder mittels Kreuzstich (rückenmarksnahe Betäubung) ist nach wie vor ein Standard in der Venenbehandlung. Vor allem sehr fortgeschrittene Venenerkrankungen mit rießigen Krampfadern und stark vorgeschädigter Haut sind eine Domäne dieser Operationstechnik. Der Krankenhausaufenthalt dauert für pro Bein 3 Tage. Im Anschluss an die Operation muss für 6 Wochen ein Kompressionsstrumpf getragen werden. Die Blutergüsse am Bein verschwinden meist in diesem Zeitraum. Die winzigen Schnitte am Bein, wodurch die Seitenastkrampfadern entfernt werden verheilen in der Regel sehr gut.
Der Krankenstand nach dieser Operation ist bei komplikationsfreiem Verlauf für 2 – 4 Wochen erforderlich.