Was ist M.I.K.? (minimal invasive Krampfaderntherapie)

Die minimal invasive Krampfaderntherapie stellt eine Alternative zur klassischen Methode dar. Bei der klassischen Strippingoperation wird der Krampfadernhauptstamm in Vollnarkose oder mittels Kreuzstich (rückenmarksnaher Anästhesie) herausgezogen und die Krampfadern werden mittels vieler kleiner Schnitte am Bein entfernt werden. In der Folge treten deutliche Blutergüsse auf und der Patient benötigt in der Regel zumindest 2 Wochen Krankenstand. Am Bein bleibt eine Vielzahl von Narben zurück.

Laseroperation:

Die Laseroperation stellt eine sichere und risikoarme Behandlungsmöglichkeit bei einem Krampfadernleiden dar. Im Gegensatz zur klassischen Operation wird der Eingriff von mir in örtlicher Betäubung durchgeführt. Mit 10 - 15 Nadelstichen wird ultraschallgezielt die Vene betäubt. Die weitere Behandlung ist daher schmerzfrei.
Mittels einem kleinen Schnitt in der Leiste wird der krankhaft veränderte Venenstamm an der Mündung in das gesunde Venensystem durchtrennt und damit ein weiterer falscher Blutfluss verhindert. Danach wird die dünne Lasersonde vom Unterschenkel aus in den kranken Venenanteil eingeführt. Unter ständiger Laserenergieabgabe wird die Vene beim herausziehen der Sonde verschlossen. Der Vorteil des neuen Venenlasers, der mir seit kurzem zur Verfügung steht, ist eine Rundumabgabe des Laserlichtes, sodass mit weniger Energie das gleiche Ergebnis wie bisher erzielt werden kann. Weniger Energie bedeutet noch gewebeschonendere Behandlung!

Der Eingriff wird in meiner Ordination ambulant durchgeführt. Wenn der Patient kein Schwerarbeiter ist benötigt er keinen Krankenstand. Eine Woche nach der Operation soll schwere körperliche Arbeit und Leistungsport vermieden werden. Die Behandlung ist für den Patienten mit Ausnahme der Betäubungsspritzen vollkommen schmerzfrei. Nach dem Eingriff muss für 3 Wochen ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Durch den Laserverschluss des Krampfadernhauptstammes bilden sich die Seitenastkrampfadern in der Hälfte der Fälle vollkommen selbst zurück. Sollte man nachher noch Äste sehen, werden diese mit einer schonenden Verödungstherapie verschlossen.

Vorteile der Laseroperation:

keine Vollnarkose
ambulante Behandlung
keine Narben am Bein (nur kleine Narbe in der Leiste)
kein Krankenstand (Schwerarbeiter 1 Woche)
kürzere Tragedauer des Kompressionsstrumpfes
volle Mobilität erhalten
minimales Gesamtrisiko (auch für ältere Patienten geeignet)

Nachteile der Laseroperation:

keine Kostenübernahme durch Krankenkasse (Zusatzversicherung deckt Kosten ab!)